volle dröhnung fee.
Dieses Jahr kommt mir jetzt schon vor wie zwei Jahre…
ich habe mich beruflich, privat und vom mindest so stark weiter entwickelt wie noch nie. Aber ich befinde mich auch immer noch mitten im Prozess. Ich hatte tatsächlich kurz mit 30 und 31 das Gefühl, dass ich im Leben an dem Punkt angekommen bin, den ich mir immer so gewünscht habe. Ich hörte mich schon singen "ich kann sagen, so soll es sein, so kann es bleiben. So hab ich es mir gewünscht. Alles passt perfekt zusammen, weil endlich alles stimmt." Kleiner Spoiler, es kam anders als gedacht.
Und ich bin auch immer mehr zufrieden mit meinem Leben, dankbar so wie es sich jetzt entwickelt hat. Aber trotzdem war dieses Jahr das schmerzhafteste und emotionalste Jahr, so dass ich kurz dachte, ich komme aus meinem Tunnel nicht mehr raus. Es ist glaube ich schwer mir zu folgen, wenn man nicht weiß, was genau alles passiert ist.
Und es ist auch glaube ich schwer für mich… immer noch… mir zu erlauben wieviel "privat" will ich denn in meinen Beruf einfließen lassen. Wieviel privat ist okay? Wieviel privat ist „too much“? Und warum habe ich oft so stark das Bedürfnis, mich mitzuteilen und von jeder meiner Facette zu berichten? Warum ist es mir so wichtig, zu zeigen, zu fühlen und zu erleben wie ich bin?
Mein Job ist kein alltäglicher Bürojob, bei dem ich mir Sorgen um den Flurfunk machen muss. Ich habe keine Chefin über mir, die mir jeden Tag Anweisungen gibt. Ich liebe alles daran und ich sollte es auch endlich annehmen, dass ich einen der coolsten und vielfältigsten Jobs habe. Und wisst ihr was? Ich habe hart dafür gekämpft. Sehr hart. Ich habe auf sehr viel Freizeit in meinem Leben verzichtet ohne es wirklich zu wissen. Denn ich habe mir sehr lange einreden lassen, dass mein Beruf, meine Leidenschaft ja gar nicht wirkliche Arbeit ist. Es sieht alles nach Spaß aus und so viel Leichtigkeit… Und genau das sollte ich endlich als Kompliment sehen! Wenn ich es geschafft habe, dass mein Job nur nach Leichtigkeit und Spaß aussieht, dann habe ich alles richtig gemacht.
Viele sehen nur das Endergebnis, den Spaß dahinter, wie gut ich mich mit anderen Menschen verstehe, wieviel Energie ich rein gebe, dass andere Menschen sehr viel Spaß auf Events haben und ich mitten im Geschehen bin. Alles was danach und dazwischen kommt, sehen sie nicht. Wie es zu dieser Verbindung kam, wieviel Struggle es bedeutet und wie oft ich mir über Finanzen den Kopf zerbrochen habe. Und jedes Mal, wenn ich kurz davor war, alles hinzuschmeißen und wieder einen Job zu suchen, kamen die schönsten und krassesten Nachrichten von meinen Kund*innen. „Fee, ich wurde wirklich schon so oft fotografiert. Aber wenn du die Aufnahmen machst, dann ist das nochmal eine ganz andere Seite an mir… deine Aufnahmen sind echt besonders.“Aber all das was davor, dazwischen und danach passiert und wie lange es dauert sieht leider niemand.
Mein Feelerbericht soll ehrlich, authentisch und vor allem Fee-Like sein. Ich fühle intensiv, habe viele Gedanken… leider oft auch zu viele. Leider oft durcheinander, und leider versuche ich mich schon wieder zu rechtfertigen. Social Media reicht bei weitem nicht aus, um das abbilden zu können. Und soll es ja auch gar nicht… es wäre einfach zu viel. Ich dachte aber sehr lange, dass ich zu viel wäre in allem. Zu lange Voicemails, zu laut, zu wild, zu extrovertiert, zu nervig, zu fröhlich, zu viele Emotionen von allem, zu verpeilt, zu wild, zu kompliziert usw.
Aber mittlerweile habe ich immer mehr verstanden, dass die Menschen die mich wirklich schätzen mit all meinen Facetten, die volle Dröhnung FEE haben wollen. Und klar, irgendwas davon wird immer mal nervig oder unbequem sein. Nur ich bin mittlerweile an dem Tag angekommen, an dem meine Freunde mir schreiben: „wo bleibt mein Fee Podcast!??? Ich vermisse es schon!“ Und ich habe genau DAS früher nie für möglich gehalten. Es tut so unfassbar gut und ich entwickle gerade nochmal ein ganz neues Gespür für Menschen, besonders für Menschen die mir gut tun.
Wie fühlt es sich an als FOTOGRAFIN (und zweifach Mama) zu arbeiten? Und warum macht es immer noch einen Unterschied in dem Business eine Frau zu sein? Allein schon, dass die Frage „ist das wirklich so, dass Frauen als Foto- oder Videografin im Nachteil sind???“ immer von Männern kommt, die sich selbst männliche Videografen für ihren eigenen Content buchen, erklärt alles.
Es reicht langsam und es wird Zeit für Klartext und ein bisschen mehr Feingespür. Ich arbeite nun seit über 15 Jahren hauptberuflich als Fotografin, und einige Erfahrungen werden nun ausgepackt.
Bist du dabei?
Feel Free.

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